MP4 oder MOV: Was ist der Unterschied und was solltest du nehmen?
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MP4 und MOV wirken austauschbar, und oft ist das Video darin genau dasselbe. Der Unterschied liegt im Container drumherum, und der entscheidet, welche Geräte und Apps deine Datei öffnen. Wir haben denselben Clip auf verschiedene Weise umgewandelt, um zu zeigen, was wirklich passiert.
Container, nicht Codecs
Eine Videodatei ist eine Kiste, der Container, mit Spuren, die ein Codec komprimiert hat: meist H.264 oder HEVC für das Bild und AAC für den Ton. MOV ist Apples QuickTime-Container, MP4 der internationale Standard, der daraus hervorgegangen ist. Beide können dasselbe H.264- oder HEVC-Video und denselben AAC-Ton enthalten.
Was du wählen solltest
Nimm MP4 zum Teilen: Es öffnet sich unter Windows, Android, auf Smart-TVs, Videoportalen und in den meisten Schnittprogrammen. MOV passt in der Apple-Welt und ist das, was iPhones und manche Profikameras standardmäßig aufnehmen. Verlangt eine Person, eine Plattform oder ein Programm MP4, ist die Umwandlung schnell und kostet, richtig gemacht, keine Qualität.
MOV in MP4 umwandeln
- Öffne MOV in MP4.
- Lade das Video hoch.
- Lass unter Erweiterte Optionen die Auflösung auf Original, um eine schnelle, verlustfreie Kopie zu bekommen, und lade das MP4 herunter.
Was wir gemessen haben
Wir haben einen 45 Sekunden langen Clip mit 1280 × 720 zweimal gespeichert, einmal mit H.264- und einmal mit HEVC-Video, beide mit AAC-Ton in einem MOV, und jeden in MP4 umgewandelt. Mit Auflösung auf Original hat der Konverter die Spuren in den neuen Container kopiert: Das dauerte eine Fünftelsekunde, und wir haben geprüft, dass Video- und Tondaten im MP4 Bit für Bit mit denen im MOV übereinstimmten. Eine Auflösung zu wählen erzwingt dagegen eine komplette Neukodierung, die auf unserem Testrechner rund 25 Sekunden dauerte.
| Quelle und Einstellung | Dauer | Größe des MP4 | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| H.264-MOV (14,5 MB), Original | 0,2 s | 14,5 MB | identische Spuren |
| HEVC-MOV (7,8 MB), Original | 0,2 s | 7,8 MB | identische Spuren, weiter HEVC |
| H.264-MOV, 720p | 26 s | 7,3 MB | neu kodiert als H.264 |
| HEVC-MOV, 720p | 24 s | 6,2 MB | neu kodiert als H.264 |
Verliert man beim Umwandeln Qualität?
Nicht, wenn die Spuren kopiert werden, und das passiert immer, wenn das Video im MOV H.264 oder HEVC mit AAC-Ton ist, was iPhone-Videos und die meisten Kameraaufnahmen abdeckt. Das MP4 enthält exakt dieselben Daten; nur die Kiste ändert sich, deshalb war unsere Kopie 51 Byte kleiner als das MOV und sonst nichts.
Eine Neukodierung ist etwas anderes: Das Bild wird mit einer Standard-Qualitätseinstellung neu komprimiert. Ein Handyvideo mit hoher Bitrate wird dadurch meist deutlich kleiner, wie unseres, aber jede Neukodierung kostet etwas Detail und dauert viel länger. Wähle eine Auflösung nur, wenn du eine kleinere Datei oder einen anderen Codec brauchst.
Wenn ein HEVC-Video nicht abspielt
iPhones nehmen meist in HEVC (auch H.265 genannt) auf. In ein MP4 kopiert, bleibt es HEVC und behält die Codec-Kennung, nach der Apple-Geräte suchen, es spielt also weiter auf iPhone und Mac. Manche älteren PCs, Fernseher und Schnittprogramme können HEVC aber nicht dekodieren; unter Windows brauchen die integrierten Apps dafür Microsofts HEVC-Videoerweiterungen.
Passiert das, wandle erneut um und wähle unter Erweiterte Optionen eine Auflösung, 1080p oder 720p: Das Video wird dann in H.264 neu kodiert, das praktisch überall läuft. In unserem Test wurde der HEVC-Clip so zu einem 6,2 MB großen H.264-MP4.
Was die Kopie behält
Die schnelle Kopie übernimmt die erste Videospur und alle Tonspuren. Untertitelspuren werden nicht kopiert; hat dein MOV welche, behalte das Original. Behalte es ohnehin, bis du das MP4 auf dem Gerät angesehen hast, auf das es ankommt.
So haben wir getestet
Der Clip ist „Selfie del futuro“ von Alberto Mardegan aus den Beispielinhalten, die Ubuntu mitbringt, in hoher Qualität als H.264 und als HEVC in einem MOV-Container gespeichert. Wir haben beide mit dem Konverter dieser Seite umgewandelt, der dieselben FFmpeg-Befehle ausführt wie unsere Server, und die Spuren mit FFmpegs eigenen Prüfsummen verglichen. Die Zeiten hängen vom Rechner ab und wachsen mit der Länge des Videos; die Kopie bleibt auch bei langen Dateien eine Sache von Sekunden.
Weiterführende Informationen: MDN — Media container formats (file types)